Sonntag, 6. Februar 2011

Glückskrümel

So hieß der Kammzug, den ich von Melanie bei unserem zweiten Tausch bekommen habe.

Den Singlefaden habe ich komplett auf dem Sonata gesponnen.
Weil ich keine Reste haben wollte, hatte ich mich dazu entschlossen, aus dem Knäuel heraus zu zwirnen.
(Dazu wird der Singlefaden zum Knäuel gewickelt und anschließend der Faden vom Knäuelinneren mit dem Faden von aussen verzwirnt)
Die erste Hälfte habe mit dem Sonata verzwirnt. Fast hätte das fertige Garn nicht mehr auf die Spule gepasst. Darum hatte ich beschlossen, die andere Hälfte mit dem Willy-Rad zu verzwirnen, weil die Spulen vom Willy deutlich größer sind.
Das unterschiedliche Spinnräder unterschiedliche Garne hervorbringen habe ich gewusst (in der Theorie).
Das aber der Unterschied schon beim Zwirnen schon so groß ist, damit hatte ich aber allerdings nicht gerechnet.

Aber seht selbst:




Der linke Strang wurde mit dem Sonata gezwirnt, der rechte mit dem Willy-Rad.
Beide Stränge haben ungefähr dieselbe Lauflänge von ca. 400m /100g.



"Sonata-Zwirnung"...das Garn ist relativ rund und eher "körnig".















"Willy-Zwirnung"...der Zwirnwinkel ist flacher, das Garn scheint weniger Zwirndrall zu haben und wirkt fluffiger und zarter von der Struktur.














Ich bin schon ganz gespannt, wie die Garne verstrickt aussehen und ob der Unterschied auch im Strickbild erkennbar ist.

Kommentare:

NoMimikry hat gesagt…

Hallo,

sehr hübsch die Wolle ... meine sieht auf dem Sonate so ähnlich aus wie Deins vom Willy lach ... ich glaub da mach ich irgendwas anders grins.

Liebe Grüße
Mimi

Sylke hat gesagt…

Toll Deine Wolle. Das hätte ich nicht gedacht, dass man den Unterschied zwischen den beiden Spinnrädern so stark bemerkt.
LG
Sylke

Sonja`s Gestricksel hat gesagt…

Da bin ich auch schon gespannt wie die Wolle dann gestrickt aussieht..sehr schöne Wolle!
Lg Sonja

Christine - QuiltTine hat gesagt…

Wunder schönes Garn! Und das mit der unterschiedlichen Verzwirnung finde ich sehr interessant!
Aus einem Knäuel heraus zu verzwirnen hab ich mich noch nicht getraut. Birgt das nicht eine große Gefahr, dass sich alles hoffnungslos verheddern kann?
Hast Du einen "Trick" dazu? Oder geht es wirklich so problemlos?

Vielleicht versuche ich es auch mal...

Weiterhin viel Freude beim Spinnen wünscht Dir
Christine aus Berlin
(die auch auf einem Sonata spinnt)

Minibaum hat gesagt…

Die Sorgen mit dem verheddern hatte ich auch. Darum habe ich erst einmal mit einem Rest Sockenwolle geübt. Das hat auf Anhieb gut funktioniert.
Gegen Ende, wenn das Knäuel langsam zusammenfällt, musste ich ein bisschen aufpassen, weil ganz gerne etwas mehr Faden aus dem Knäuel flutscht. Aber verheddert hat sich nichts.

Vielleicht hat auch die Wickeltechnik einen Einfluss auf die Neigung zum vertüdeln, keine Ahnung.
Meine Knäuel (außer Industrieware) sind alle mit dem Wollwickler von Jürgen Schönwolff gewickelt.
Beim Zwirnen halte ich das Knäuel locker in der linken Hand, die Öffnung mit dem Faden in der Mitte, zum Spinnrad gerichtet, ein Finger zwischen den beiden Fäden. Mit der rechten Hand habe ich den Faden geführt, so wie beim Spinnen.

Das hat prima funktioniert, es war bestimmt nicht das letzte Mal, das ich auf diese Weise verzwirnt habe.

LG Heike